Graphen-Pioniere oder ein Stoff für die Zukunft

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Beim Schaffhauser Start-up 2HS dreht sich alles um ein Material, das auf den ersten Blick unscheinbar wirkt – und doch das Potenzial hat, ganze Technologien zu verändern: Graphen.

Graphen ist 200-mal stärker als Stahl und dabei leicht, flexibel und ein hervorragender elektrischer Leiter. Es besteht aus einer ultradünnen Kohlenstoffstruktur, nur eine Atomlage dick, angeordnet in einem wabenförmigen Gitter. Und damit hat Graphen eine «Superpower», die Anwendungen mit höherer Empfindlichkeit und geringerem Stromverbrauch ermöglicht.

Die Geschichte von Graphen ist noch jung. Erst 2004 gelang es Physikern zum ersten Mal, Graphen zu isolieren. Seither wächst das Interesse an diesem noch jungen Material in der Forschung. Auch bei Kishan Thodkar. Seine Begeisterung entfachte 2012. Während seiner Promotion in experimenteller Physik vertiefteer sein Wissen weiter und sammelte wertvolle Erfahrung in der Herstellung und Anwendung von CVD-Graphen. Schon 2016 entwickelte er erste Ideen für industrielle Anwendungen. Es folgten fünf weitere Jahre mit Forschungstätigkeiten am renommierten BioMedX Innovation Center in Heidelberg und der ETH Zürich. Dort arbeitete er an konkreten Lösungen für die Industrie und erhielt dabei sogar ein angesehenes MarieSkłodowska-Curie-Stipendium als Auszeichnung für seine Arbeit. Diese Zeit war entscheidend: Sie legte die technologischen Grundlagen, auf denen heute das Schaffhauser Start-up 2HS aufbaut und führte die beiden Firmengründer Kishan Thodkarund Patrick Kempf zusammen.

Gemeinsam wollen sie die Graphen-Technologie von der Forschung in die industrielle Praxis überführen.

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Graphen ist 200-mal stärker als Stahl und dabei leicht, flexibel und ein hervorragender elektrischer Leiter. Es besteht aus einer ultradünnen Kohlenstoffstruktur, nur eine Atomlage dick, angeordnet in einem wabenförmigen Gitter. Und damit hat Graphen eine «Superpower», die Anwendungen mit höherer Empfindlichkeit und geringerem Stromverbrauch ermöglicht.

Erstes «Produkt»

Kurz nach der Gründung brachte 2HS die Plattform «one-graphene» auf den Markt. Sie bietet Zugang zu hochwertigen, einkristallinen CVD-Graphen-Filmen sowie massgeschneiderte Integrationslösungen – etwa für Sensoren, flexible Elektronikoder medizinische Diagnostik. Was sie besonders macht? 2HS ist nicht nur Materiallieferant, sondern auch Entwicklungspartner. Kishan Thodkar bringt als promovierter Physiker mehr als zehn Jahre Erfahrung in Forschung und Entwicklung mit. Dieses Know-how floss direkt in die erste Innovation des Startups zum Transfer von Graphen ein. Sie ermöglicht die reproduzierbaren Graphen-Integration-Prozesse, die für die Anwendungsentwicklung erforderlich sind. Ein bisher aufwendiger und fehleranfälliger Schritt. «Wir machen die Produktion nicht nur effizienter, sondern auch skalierbar», erklärt Patrick Kempf. Ihr Gerät wird bald über die Plattform «one-graphene» vermarktet werden. 2HS erwartet ein grosses Interesse, insbesondere aus der Forschung und Entwicklung.

Meilensteine von 2HS

Trotz der jungen Unternehmensgeschichte hat 2HS bereits beachtliche Erfolge erzielt: Das Start-up wurde in das Business Incubation Centre (ESA BIC) der Europäischen Weltraumorganisation ESA aufgenommen – ein bedeutender Meilenstein. Die Förderung in Höhe von bis zu 200’000 Euro über zwei Jahre unterstreicht das Potenzial von Graphen für anspruchsvolle Anwendungen. Weiter wird 2HS im Rahmen der European SpaceDeep Tech Initiative, in Zusammenarbeit mit METAS, der Eidgenössischen Anstalt für Metrologie, unterstützt.

Ausblick

2HS ist noch jung und doch schon sehr weit gekommen. Und es geht so weiter: Kishan Thodkar arbeitet bereits an der nächsten grossen Produktinnovation. Damit will 2HS den nächsten Schritt machen, um zu einem weltweit führenden Unternehmen für Produkte und Innovationen mit zweidimensionalen Nanomaterialien zu werden und um damit die Graphen-Technologie aus der Forschung in die industrielle Praxis zu überführen. Mit Schaffhausen als Ausgangspunkt.

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