Innovation als Zukungswährung
Das wirtschaftliche Umfeld war 2025 anspruchsvoller als in den Vorjahren. Umso wichtiger war es, dass der Kanton konsequent handelt: mit einer klaren Standortförderungsstrategie, gezielten Investitionen in die Rahmenbedingungen und einer Wirtschaftsförderungsstelle, die weiterhin eng an der Seite der Unternehmen steht. 2025 führte die Wirtschaftsförderungsstelle rund 220 Beratungsgespräche mit Unternehmen, begleitete 13 Unternehmensansiedlungen und unterstützte dabei auch die Schaffung von über 150 neuen Arbeitsplätzen bei in den letzten drei Jahren angesiedelten Firmen. Ein weiterer Schwerpunkt 2025 war der Aufbau von Kompetenzzentren zur Stärkung des Innovationsumfelds und der Anziehungskraft. Alles Massnahmen, die dazu beitragen, dass die hohen Unternehmenssteuereinnahmen im Kanton erhalten bleiben.
Schwieriges Ansiedlungsumfeld – und trotzdem 13 Neuansiedlungen
Die Ansiedlungszahlen sind gesamtschweizerisch seit Jahren rückläufig – ein klares Signal, dass die Attraktivität der Schweiz herausgefordert ist. Geopolitische Unsicherheiten, hohe Energiekosten und ein veränderter Steuerwettbewerb dämpfen die Investitionsbereitschaft. Dieser Trend zeigt sich auch in Schaffhausen.
2025 konnten trotzdem 13 Unternehmen bei ihrer Ansiedlung im Kanton begleitet werden. Die Unternehmen stammen mehrheitlich aus den anvisierten Technologiefeldern. Ein Beispiel ist 44.01 aus dem Oman: das preisgekrönte Dekarbonisierungs-Unternehmen, das bereits mit Holcim und der ETH kooperiert, steht für einen neuen Typ von Ansiedlung: innovative Wachstumsunternehmen mit internationalem Netzwerk und grossem Potenzial. Zusätzlich wurden mehrere Substanzerweiterungen bestehender Unternehmen begleitet, die zur Schaffung und dem Erhalt zusätzlicher Arbeitsplätze am Standort beitragen. Diese Ergebnisse sind nur dank intensiver, amtsübergreifender Begleitung möglich. So entstehen neue Arbeitsplätze, mehr Steuerkraft und Innovationspotenzial für die Region.
Die Zahlen belegen die Wirkung: Die substanzstarken Unternehmen tragen rund 30 Prozent der gesamten Steuereinnahmen des Kantons bei. Die Gewinnsteuereinnahmen der juristischen Personen lagen gemäss der aktuell verfügbaren Steuerstatistik aus dem Steuerjahr 2023 bei 111,8 Mio. Franken, eine
weitere Steigerung gegenüber dem historischen Höchststand des Vorjahres. Massgeblich dazu beigetragen haben die Unternehmen, die in den letzten Jahren angesiedelt wurden. Das zeigt: Jede Ansiedlung zählt – nicht nur für heute, sondern als langfristiger Beitrag zur Steuerkraft und Wirtschaftsleistung sowie zum Erhalt und der Schaffung von Arbeitsplätzen im Kanton.

be circular: Materialzirkularität Pharma & Medtech - interdisziplinäres Netzwerk aus Wirtschaft und Wissenschaft
Erste Gespräche: 2021 | Projektstart: Ende 2025
Ziel:
Schliessung des Materialkreislaufs der Schweizer Pharma- und Medtech-Branche durch die Verbindung von Materialtechnologie und Maschinenbau. Vorantreiben von Innovationsprojekten in Zusammenarbeit mit Industrie und Forschung, Skalierung und Spin-offs. Für mehr Resilienz und weniger Abhängigkeit von globalen Lieferketten.
Kompetenzzentrum Nachhaltigkeitsrobotik
Erste Gespräche: 2023 I Projektstart: Mitte 2025
Ziel: Positionierung von Schaffhausen als Anwendungsregion für Nachhaltigkeitsrobotik – an der
Schnittstelle von Robotik, Materialtechnologie und Umweltwissenschaften, Innovationstransfer in die lokale Industrie und Brücke zwischen Grundlagenforschung und marktreifen Produkten.

Knorri Park: Schweizer Kompetenzzentrum für Lebensmittel
Erste Gespräche: 2019 | Projektstart: Ende 2024
Ziel: Aufbau eines Food-Kompetenz-Hubs auf dem Unilever-Areal in Thayngen – mit Unternehmen
aus der Lebensmittelbranche und der Innovationsentwicklung. Neue Kompetenzen, neu belebtes Areal, neue Arbeitsplätze.

Nah dran – Bestandspflegeals Wachstumsmotor
Gerade in einem unsicheren wirtschaftlichen Umfeld ist der direkte Kontakt zu ansässigen Unternehmen zentral. Die Wirtschaftsförderungsstelle führte 2025 rund 220 Treffen und Gespräche mit Unternehmensvertreterinnen und -vertretern durch – von gewerblichen KMU bis hin zu international tätigen Konzernen. Der über Jahre aufgebaute kontinuierliche Austausch ermöglicht es, Bedürfnisse frühzeitig zu erkennen und Standortthemen in einem vertrauensbildenden Umgang zu besprechen, Hemmnisse gemeinsam zu adressieren und Chancen gezielt zu nutzen. Besonders in Fragen rund um Betriebserweiterungen, Bewilligungsthemen oder steuerliche Rahmenbedingungen arbeitet die Wirtschaftsförderungsstelle eng mit der Steuerverwaltung, dem Arbeitsamt und weiteren Behörden zusammen – damit Unternehmen schnell und unkompliziert die Unterstützung erhalten, die sie brauchen. Ergänzend vernetzt die Wirtschaftsförderungsstelle Unternehmen mit regionalen Technologieplattformen wie dem Industrie- und Technozentrum Schaffhausen (ITS), das den ansässigen Betrieben Zugang zum Innovationsnetzwerk Ostschweiz (INOS) mit vielfältigen Coachingangeboten für KMU bietet. So werden Betriebe nicht nur begleitet, sondern aktiv befähigt, Innovationsprojekte und Entwicklungsvorhaben zu beschleunigen.
Die Bedeutung dieser Dienstleistung zeigt sich in konkreten Investitionen: Moser Uhren realisiert den Neubau ihres Hauptsitzes und den Ausbau ihrer Produktion auf dem SIG-Areal in Neuhausen am Rheinfall, WefaSwiss AG in Thayngen hat die Produktion ausgebaut, und Stratec Switzerland AG hat mit dem Erwerbeiner Industrieparzelle in Beringen die Voraussetzungen für Kapazitätserweiterungen geschaffen. In Zeiten weltweiter Unsicherheiten sind das starke Standortbekenntnisse – und ein klares Signal, dassSchaffhausen als Produktions- und Entwicklungsstandort Bestand hat.
Auch die Umfrage zu den Arbeitsplätzen zeigt eine stabile Tendenz: Die Anzahl Stellen bei den ansässigen Unternehmen konnte gehalten werden. Erst vor Kurzem angesiedelte Unternehmen wie Aptiv, FMC und Vertiv haben trotz der Unsicherheiten im Zuge der OECD-Entwicklungen bereits über 80 neue Stellen geschaffen, hinzu kommen zusätzliche bei weiteren Unternehmen. Diese Zahlen sind erfreulich – aber keine Selbstverständlichkeit. Internationale Unternehmen evaluieren ihre Standorte regelmässig, und der Druck von aussen nimmt zu. Bestandspflege bedeutet deshalb nicht nur Kontakthalten – sie ist eine aktive Investition in die Wertschöpfung und die Arbeitsplätze der Region.
Gründen in Schaffhausen:Vom Pitch zur Firma
Mit der Förderung von Jungunternehmen wird in die nächste Generation von Unternehmern und in ein lebendiges Gründungsumfeld investiert. Über 60 Personen nutzten 2025 das Angebot einer kostenlosen Erstberatung; zehn davon gründeten in der Folge ein Unternehmen. Auch die drei Informationsveranstaltungen «Ich mache mich selbständig» zogen über 50 Interessierte aus dem ganzen Kanton an.
Beim «Power Pitch» – bereits zum zweiten Mal durchgeführt – präsentierten sich fünf Gaming-Startups (in Kooperation mit der Swiss Game Developers Association SGDA) sowie drei Start-ups aus anderen Industriebereichen vor einem Investorenkreis aus regionalen Unternehmern und nationalen Fondsverwaltern.
Das Format unterstützt Gründungsvorhaben konkret und macht Schaffhausen als Ökosystem für innovative Jungunternehmer sichtbar.

44.01 ist ein globales Unternehmen zur CO₂-Speicherung, das sich auf die sogenannte In-situ-Mineralisierung spezialisiert hat – eine Technologie, bei der CO₂ sicher und dauerhaft in Gestein gespeichert wird.
Das Unternehmen hat einen Sitz in Schaffhausen gewählt, weil die Region ein attraktiver Standort mit einem starken Industrie- und Produktionsökosystem ist, nahe am internationalen Flughafen Zürich liegt und ein unternehmensfreundliches Umfeld herrscht. Von Schaffhausen aus plant 44.01, CO₂-Speicherlösungen für die Schweiz und Europa zu entwickeln. Die Wirtschaftsförderungsstelle hat 44.01 vom Standort überzeugt und beim Aufbau begleitet sowie erste Partnerschaften vor Ort ermöglicht.
Erste Schaffhauser Industrienacht
Die Schaffhauser Industrie ist gut positioniert – doch sie braucht neben den richtigen Rahmenbedingungen mehr Aufmerksamkeit. Darum initiierte die Wirtschaftsförderungsstelle am 12. Juni 2025 die erste Industrienacht Schaffhausen. ABB, GF Piping Systems, Johnson & Johnson, Syntegon, SIG, CTI Vascular, go tec! und Wibilea öffneten ihre Betriebe und Produktionshallen für die Bevölkerung. Rund 2500 Besucherinnen und Besucher konnten in den Fertigungshallen echte Industrie erleben und aus erster Hand erfahren, welche Hightech-Produkte im Kanton hergestellt werden. Das Interesse war so gross, dass die Unternehmen eine Wiederholung im Zweijahresrhythmus beschlossen haben.
Im Mai 2025 fand auch die 14. Tischmesse für lokale Gewerbebetriebe und KMU statt: Über 120 Unternehmen präsentierten sich den mehr als 700 Besuchenden. Als etablierte Kontaktbörse stärkt siedie lokale Wertschöpfungskette und ermöglicht Kooperationen, die oft im Kleinen beginnen
Starke Industrie sichtbar gemacht: An der ersten Industrienacht Schaffhausen erlebten rund 2'500
Besucherinnen und Besucher, was im Kanton für den Weltmarkt produziert wird.


Innovationsökosystemmit Ausstrahlungskraft
Die Aktivitäten der Wirtschaftsförderungsstelle greifen – aber sie allein reichen nicht. Schaffhausen hat seine Standortpolitik seit 2016 konsequent auf einen innovationsorientierten Ansatz ausgerichtet. Der Kanton positioniert sich als Produktionsstandort mit technologischer Tiefe – als Anwendungsregion für Querschnittstechnologien wie Automatisierung, Robotik und künstliche Intelligenz sowie für die Kreislaufwirtschaft, verankert in den starken Branchenclustern Kunststoff, Pharma & Chemie, Maschinenbau und Nahrungsmittel. In den letzten Monaten haben sich drei Initiativen konkretisiert, die zeigen, wie diese Strategie Schritt für Schritt Realität wird.
Knorri Park
Was 2019 mit ersten Gesprächen zwischen der Wirtschaftsförderungsstelle und Unilever begann, hat Ende 2024 Gestalt angenommen: Der Knorri Park öffnete als Swiss Competence Hub für die Lebensmittelbranche auf dem Unilever Areal in Thayngen. Seither hat sich das Areal mit Leben gefüllt - Gastronomics, ein Produzent hochwertiger Convenience Produkte, und Small Innovations, ein Beratungsunternehmen für Engineering und Innovationsprozesse, sind eingezogen und setzen gemeinsam auf Food-Kompetenz und Innovationsdenken. Weitere Unternehmen sollen folgen.
be circular
Mit dem Verein «be circular», Ende 2025 gegründet, konkretisiert sich das dritte Feld: ein interdisziplinäres Netzwerk aus Wirtschaft und Wissenschaft mit dem Ziel, den Materialkreislauf der Schweizer Pharma- und Medtech-Branche zu schliessen – durch die Verbindung von Materialtechnologie und Maschinenbau. Für mehr Resilienz und weniger Abhängigkeit von globalen Lieferketten. Schaffhausen hat die industrielle Basis dafür: Pharma, MedTech, Kunststoffverarbeitung. BeCircular baut darauf auf und vernetzt sie gezielt – mit nationalen und internationalen Partnern.
Kompetenzzentrum für Nachhaltigkeitsrobotik
Der Ausgangspunkt war unscheinbar: Drohnentestflüge auf dem Schmerlat im Klettgau, 2023. Was dort begann, hat sich zu einem der ambitioniertesten Projekte des Kantons entwickelt. In Zusammenarbeit mit der Empa und der EPFL entsteht ein Kompetenzzentrum für Nachhaltigkeitsrobotik – eine Disziplin, die Robotik, Materialtechnologie und Umweltwissenschaften verbindet. Schaffhausen wird damit zur Anwendungsregion, in der Drohnen, Sensoren und Roboter unter realen Bedingungen erprobt werden – als Brücke zwischen Grundlagenforschung und marktreifen Produkten. Erste Partnerschaften mit lokalen Unternehmen sind angestossen, der Promotionseffekt für den Wirtschaftsstandort bereits spürbar.
Ausblick 2026: Impulse in Resultate überführen
2025 hat gezeigt, dass Schaffhausen die Verschiebung vom Steuerstandort zum Standort mit Innovationsfokus weitergeht. Die Grundlagen sind gelegt: Der innovationsorientierte Standortansatz nimmt Fahrt auf, die Leuchtturmprojekte sind gestartet und das Standortförderungspaket ist auf dem politischen Weg. 2026 wird es darum gehen, diese Impulse in sichtbare Resultate zu überführen – mit weiteren Unternehmenspartnerschaften beim Kompetenzzentrum für Nachhaltigkeitsrobotik, oder dem Aufbau der be circular-Plattform.
Wieso Kompetenzzentren?
Kommentar Christoph Schärrer
Schaffhausen war international lange als steuerlich attraktiver Standort für Unternehmen mit HQ-Funktionen bekannt. Wir standen in Konkurrenz mit Singapur, Irland oder Luxemburg. Das hat viele Unternehmen überzeugt, in Schaffhausen einen Sitz aufzubauen und Arbeitsplätze zu schaffen. Weil wir als Kanton auch mit guten Verkehrsverbindungen, vielen Fachkräften und guter Lebensqualität überzeugen. Dass der Steuervorteil unter Druck ist, wissen wir schon lange. Unsere Antwort darauf ist ein innovationsorientierter Ansatz, bei dem der Aufbau von Kompetenzzentren für Innovation und Technologie ein zentrales Element ist. Diese Kompetenzzentren bauen auf der vorhandenen Industriekompetenz und den starken Branchenclustern.
Mit den Kompetenzzentren verfolgen wir als Standort zwei Ziele: Zum einen sollen sie Innovationsimpulse in die Region bringen – durch die Zusammenarbeit mit führenden Hochschulen und die Anwendung neuer Technologien vor Ort. So werden neue Projekte, Investitionen und zusätzliche Wertschöpfung am Standort ausgelöst. Zum anderen sollen sie die Vernetzung zwischen unseren Unternehmen stärken, da unsere drei Themen Nachhaltigkeitsrobotik, Food und Zirkularität verschiedene Industrien und Kompetenzfelder zusammenbringen.
Die Kompetenzzentren haben Strahlkraft über die Kantonsgrenzen hinaus. Sie stärken unsere Position im internationalen Wettbewerb – und ergänzen die bestehenden Standortvorteile um ein zusätzliches überzeugendes Argument. Für Unternehmen, die hierbleiben und investieren – und für neue, die dazu kommen.
«Die Verbesserung des Innovationsumfelds ist unsere Antwort auf den Wegfall klassischer Standortvorteile.»

Schaffhausen als attraktiver Lebens- und Wirtschaftsstandort stärken
Kommentar von Regierungsrat Dino Tamagni
Der Regierungsrat verfolgt seit mehreren Jahren konsequent das strategische Ziel, den Kanton Schaffhausen langfristig als attraktiven, zukunfts- und wettbewerbsfähigen Lebens- und Wirtschaftsstandort zu etablieren. Diese langfristige und zuverlässige Strategie zeigt ihre Wirkung.
Der Industrieanteil ist in Schaffhausen auf einem in der Schweiz überdurchschnittlichen hohen Niveau stabil und bietet zusammen mit dem Dienstleistungssektor – und darunter auch vielen angesiedelten internationalen Unternehmen, die einen Standort in Schaffhausen aufgebaut haben – attraktive Arbeitsplätze. Die Unternehmen im Kanton bilden zudem Fachkräfte aus und tragen wesentlich zur Steuerkraft bei. Die substanzstarken Unternehmen allein liefern rund 30 Prozent der
gesamten Steuereinnahmen. Ein Erfolg, der nicht selbstverständlich ist, denn das Umfeld verändert sich stark: Geo- und handelspolitische Verschiebungen, Konflikte wie aktuell in der Golfregion und die Aushöhlung der OECD-Steuerreform haben den Standortwettbewerb grundlegend verändert. Klassische Vorteile greifen nicht mehr, und der Druck auf die Schweiz nimmt zu.
Die Schaffhauser Regierung will, dass der Kanton auch in zehn Jahren von starken Unternehmen, Arbeitgebern und Steuerzahlern profitiert. Um Unternehmen langfristig zu binden und neue anzuziehen, ist es notwendig, die Standortvorteile kontinuierlich weiterzuentwickeln und klare, stabile und wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen zu schaffen.
Die Schaffhauser Regierung will, dass der Kanton auch in zehn Jahren von starken Unternehmen, Arbeitgebern und Steuerzahlern profitiert. Um Unternehmen langfristig zu binden und neue anzuziehen, ist es notwendig, die Standortvorteile kontinuierlich weiterzuentwickeln und klare, stabile und wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen zu schaffen.
Darum hat die Regierung im September 2025 das «Schaffhauser Standortförderungspaket» verabschiedet. Es besteht aus drei sich ergänzenden und sorgfältig abgestimmten Handlungsfeldern: Steuermassnahmen, Bildungs- und Betreuungsmassnahmen sowie Innovationsmassnahmen. Mit dem Standortförderungspaket will der Kanton die Rahmenbedingungen für Innovation, Wirtschaft und Lebensqualität – insbesondere für Familien – verbessern und die Standortattraktivität für Unternehmen und damit auch Arbeitsplätze sichern.
Die Massnahmen zur Stärkung der allgemeinen Standortattraktivität umfassen die gezielte Förderung innovativer und erfolgreicher Unternehmen durch strategische Investitionen in Innovationsinfrastrukturen sowie die Unterstützung angewandter Forschung und Entwicklung (F&E) und der Zusammenarbeit zwischen Schaffhauser Unternehmen und Universitäten, Fachhochschulen sowie Forschungsinstituten. Hierbei werden attraktive Rahmenbedingungen durch die Weiterentwicklung verfügbarer Fördermöglichkeiten geschaffen und ausgebaut, um erfolgreiche Unternehmen und internationale Aktivitäten anzuziehen und langfristig an den Standort zu binden. Ein zusätzlicher Fokus wird auf die Förderung von digitalen Kompetenzen bei KMU durchbestehende Förderinstrumente gelegt.
Ziel der Massnahmen ist es, die substanzstarken Unternehmen am Standort zu halten und die wirtschaftliche Basis weiter zu verbreitern, damit Risiken durch allfällige Wegzüge abgefedert werden können. Die Massnahmen zielen auf innovative Unternehmen, auf die digitale Transformation der KMU und auf die langfristige Attraktivität Schaffhausens für qualifizierte Fachkräfte und Familien.
Der Innovationsteil dieses Pakets ist ein zentrales Element für die Stärkung des Ökosystems und damit der Standortfaktoren. Der Aufbau von Innovationsinfrastruktur mit Kompetenzzentren, wie jenes für Nachhaltigkeitsrobotik mit der Empa, setzt auf angewandte Forschung und Entwicklung von Industrie und Hochschulen und auf Schaffhausen als Anwendungsregion für Technologien, die in den nächsten Jahren entscheidend sein werden.
Schaffhausen hat immer wieder Ansätze gefunden, mit denen die Erfolgsgeschichte des Wirtschaftsstandorts weitergeschrieben werden konnte. Das werden wir weiter tun.

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