KI-Tools auszuprobieren ist einfach. Schwieriger ist es, sie wirtschaftlich sinnvoll einzusetzen und im Betrieb zu verankern. Genau dabei unterstützt die INOS-Innovationsplattform «KIxKMU» die Schaffhauser Unternehmen.
In vielen KMU sind KI-Tools bereits regelmässig im Einsatz. Doch nicht überall sind die Tools so in betriebliche Prozesse eingebunden, dass auch ein wirtschaftlicher Effekt spürbar ist. Und genau dort, liegt eine der Herausforderungen: Welcher Anwendungsfall schafft einen Nutzen? Welche Datengrundlagen und Kompetenzen braucht es für den KI-Einsatz? Und wie lässt sich die Lösung im Tagesgeschäft verankern?
Um eine betriebswirtschaftlich sinnvolle Nutzung von KI zu ermöglichen, wurde 2025 die INOS-Innovationsplattform «KIxKMU» aufgebaut. Sie ist Teil des Innovationsnetzwerks Ostschweiz (INOS), zu welchem auch der Kanton Schaffhausen gehört. Der Kanton Schaffhausen finanziert die Plattform zusammen mit Fördergeldern aus der Neuen Regionalpolitik des Bundes (NRP). Die Plattform richtet sich an industrie- und produktionsnahe KMU. Ziel ist es, die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit von Industrie, Gewerbe und Dienstleistungen zu stärken.
Grosses Potenzial
«Ausgangspunkt ist für uns eine betriebliche Herausforderung. Gemeinsam mit den KMU klären wir, ob der KI-Einsatz sinnvoll ist und welchen Nutzen sie schaffen kann», erklärt der Leiter der Plattform «KIxKMU», Karl Neumüller. Als Dozent für Strategisches Management am Institut für Strategie und Marketing der OST – Ostschweizer Fachhochschule beschäftigt er sich mit der Weiterentwicklung von Unternehmen. Er ist überzeugt, dass grosses Potenzial in der Optimierung von Prozessen mit KI besteht. Allerdings besteht bei vielen KMU eine Hemmschwelle, sich externe Beratung zu holen.
Einfacher Zugang zur Plattform
Bei «KIxKMU» können Unternehmen einfach bei einer Informationsveranstaltung, einem Workshop, einem Datencheck oder direkt mit einem konkreten Innovationsvorhaben einsteigen. Im Innovationscoaching werden Anwendungsfälle von der Problemdefinition bis zur Umsetzung begleitet. Für geeignete Vor haben stehen bis zu 55 Stunden Technologie- und Innovationsexpertise kostenlos zur Verfügung. Die Kosten für die Unternehmen werden vom Kanton Schaffhausen und über die NRP übernommen. Das Projekt unterstützt zudem bei der Planung grösserer Innovationsvorhaben, bei Förderanträgen und bei der Weiterentwicklung tragfähiger KI-Anwendungen.
Wenn KI den KMU-Alltag erleichtert
«KIxKMU» ist Anfang 2026 erfolgreich gestartet: Die Veranstaltungen sind gutbesucht und bis Ende des zweiten Quartals wurden acht KI-relevante Coachings initiiert. Erste Projekte laufen oder sind bereits abgeschlossen – auch im Kanton Schaffhausen Die Themen reichen von KI-gestützten Einkaufsassistenten bis zur Optimierung von Produktionsprozessen durch KI-Analysen. Viel Potenzial sieht Karl Neumüller beispielsweise im Wissens- und Datenmanagement sowie bei der Automatisierung wiederkehrender Aufgaben.
Veranstaltungshinweis
«KI im Machen: vom Reden ins Machen»
Wie Unternehmen konkrete KI-Projekte starten – trotz vollem Tagesgeschäft
Datum: Dienstag, 24. November 2026
Zeit: 18.00 bis 19.30 Uhr
Ort: Meeting Point, Herrenacker 15, 8200 Schaffhausen
Veranstalter: INOS-Plattform KIxKM
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