Aida Kaeser ist Co-Präsidentin des ITS und Gründerin von SAVVY® Telematic Systems. Im Interview erklärt sie, warum sie sich persönlich für das ITS engagiert und was die Mitgliedschaft ihrem Unternehmen bringt.
Aida Kaeser, Sie sind seit über sechs Jahren Vorstandsmitglied des ITS und setzen sich für Technologietransfer und Vernetzung ein. Was hat Sie dazu bewogen, sich beim ITS zu engagieren?
Die Industrie in Schaffhausen hat eine ausserordentlich hohe Innovationskraft – gerade im Verhältnis zur Grösse der Region. Das sollte sichtbar gemacht und aktiv gestärkt werden. Mich motiviert besonders die Vernetzung zwischen Industrie, Technologie, Bildung und Politik. Viele Unternehmen stehen vor ähnlichen Herausforderungen – Fachkräftemangel, Digitalisierung, internationale Wettbewerbsfähigkeit. Gemeinsam kann man Themen schneller voranbringen, Erfahrungen austauschen und voneinander lernen.
Was bringt die ITS-Mitgliedschaft Ihrem Unternehmen konkret?
Der praktische Nutzen ist deutlich grösser, als viele erwarten. Durch das ITS entsteht ein direkter Austausch mit Unternehmen aus unterschiedlichsten Branchen – vom Industriebetrieb bis zum Technologieunternehmen. Für uns bei SAVVY® ist besonders wertvoll, dass wir uns zu Themen wie Digitalisierung, KI, Fachkräfteentwicklung oder IT-Sicherheit austauschen können. Und: Viele Herausforderungen muss man nicht allein lösen – oft gibt es im ITS bereits Unternehmen mit ähnlichen Erfahrungen oder passenden Kontakten.
Warum braucht eine kleine Region wie Schaffhausen eine Organisation wie das ITS?
Gerade weil die Region klein ist, ist Vernetzung entscheidend. Schaffhausen verfügt über international erfolgreiche Industrie und Technologieunternehmen – viele davon Hidden Champions. Das ITS schafft eine gemeinsame Stimme, verbindet Unternehmen untereinander und stärkt den Austausch mit Politik und Bildungsinstitutionen. Innovation entsteht selten isoliert. Sie entsteht dort, wo Unternehmen, Menschen und Ideen miteinander vernetzt sind.
Welches ITS-Angebot hat Sie persönlich am meisten überzeugt?
Wie unkompliziert und praxisnah der Austausch im Netzwerk funktioniert – das hat mich positiv überrascht. Oft reicht ein Gespräch an einem Anlass, um wertvolle Kontakte oder neue Perspektiven zu gewinnen. Besonders geschätzt habe ich auch die Firmenbesuche: Man erhält Einblicke in Unternehmen und Technologien, die man sonst kaum sehen würde. Daraus entstehen Impulse – nicht nur fachlich, sondern auch strategisch.
Was sagen Sie einem Unternehmen, das noch zögert, Mitglied zu werden?
Viele unterschätzen den Mehrwert eines starken regionalen Netzwerks. Gerade in anspruchsvollen Zeiten wird Zusammenarbeit wichtiger – nicht weniger. Wer Mitglied wird, investiert in Zugang zu Wissen, Kontakten, Sichtbarkeit und Austausch auf Augenhöhe. Und letztlich in die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Schaffhausen. Mein Rat: Nicht zu lange zögern. Der Nutzenentsteht oft schneller und konkreter, als man erwartet hätte.
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